Es gibt im Web und der einschlägigen Presse eine Menge Diskussionen über den Verstoß gegen das Urheberrecht und die Verbreitung von Website-Inhalten druch Google. Die Zeitschrift Atelier berichtet regelmäßig darüber und setzt sich ehrenvoll für das Urheberrecht von Künstlern ein, deren Inhalte, ohne dass der Künstler etwas davon hat, im Internet für jedermann preisgegeben werden.
Eigentlich müsste ich froh sein über diesen Einsatz, denn auch ich hätte die Möglichkeit über die VG Bild Kunst meine Rechte geltend zu machen und an der Verbreitung finanziell zu partizipieren. Jetzt ergibt sich die Situation, dass ich im Hauptberuf im Wesentlichen mit dem Internet zu tun habe und mich mit den Erfolgsstories einiger Anbieter im World Wide Web auseinandergesetzt habe. Dienste wie Google die als Verteiler (sog. Hubs) fungieren, sind für jeden Künstler ideale Netzwerkknoten, um billig Werbung zu lancieren und auf sich aufmerksam zu machen. Gerade die Google Bildersuche bietet mir eine großartige Plattform meine Bilder einem großen Publikum zugänglich zu machen und mit einem Backlink auf meiner Website zu landen. 35% meiner Besucher kamen im ersten Halbjahr 2009 über verweisende Websites auf meine. Davon kam gut die Hälfte über die Google Bildersuche zu mir und ich musste dafür keinen Cent ausgeben. Selbst das Schalten von Adwords bringt mir weniger Besucher, als die Verweise von der Bildersuche.
Auch ich vertrat vor kurzem noch die Meinung, dass ich für meine Ideen, im Sinne des Urheberrechtes, entlohnt sein müsste. Ich habe viel nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass die Verbreitung der Inhalte dieser Website meine einzige Chance für Werbung ist. Da mein Budget für Werbung sehr begrenzt ist, kann ich nur diesen Weg gehen. Weiterhin bietet mir das Internet die Chance, dies in Communities und Netzwerken zu tun, einzige Voraussetzung ich muss netzwerken. Ein großer Vorteil davon ist, dass Informationen im WWW zur Verfügung stehen, die sich der Interessent für diese Informationen ohne Probleme und Barrieren ansehen kann. Eine Werbekampagne in Zeitschriften oder mit Flyern würde Unsummen verschlingen und nur einen sehr geringen Prozentsatz meiner “Zielgruppe” erreichen. Da selbst große Unternehmen zunehmend Probleme mit der Zielgruppendefinition bekommen, um so besser. Ich muss dieses Zielgruppenroulette nicht mitspielen.
Aus all diesen Gründen habe ich mich für das Creative Commons Lizenzmodell entschieden, das mir sogar die Möglichkeit gewisser Einschränkungen bietet. Quasi kundengerecht. Ich will damit gewährleisten, dass sich meine Botschaft durch Menschen mit gleichen Interessen und Geschmack verbreiten kann, ohne sie durch meine Urheberrechte zu begrenzen. Hier geht es schließlich bloß um ein paar Digitalbilder und Texte, deren Verbreitung mir eine Menge Geld für Werbung spart.
Bei all denen, die ich in der Vergangenheit durch Verweigerung der Nutzung gegängelt habe, möchte ich mich entschuldigen. Die Lizenzbedingungen für diese Website findet man im Impressum.
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Kleiner Nachtrag:
Google-Bildersuche verstößt nicht gegen das Urheberrecht
http://www.e-recht24.de/news/urheberrecht/450.html
Kommentar: t.buedinger – 10. Juli 2009 @ 09:23