Dezember ist Spendenzeit. Man wird rund um die Uhr in Newslettern daran erinnert, dass es Projekte gibt, die Unterstützung benötigen. Ich wollte diesmal auch wieder einen Obolus für eine gute Sache entrichten, nur diesmal dachte ich an eine Sachspende. Da mich vor allem die Beiträge von Hannes Jaenicke zu Gorillas und Orang Utans im ZDF beeindrucken und ich den Einsatz für eine bessere Umwelt befürworte, wollte ich drei Gemälde von Menschenaffen, die 2007 im Rahmen eines Kunstwettbewerbs entstanden, gerne einer Organisation vermachen, die sich für den Schutz des Regenwaldes einsetzt. Die Idee war, dass ich die Bilder im Wert von je 160 € an diese Organisation spende und die Organisation mit einer Versteigerung der Gemälde versucht einen höchstmöglichen Ertrag zu erzielen. Ich habe mich angeboten, diese Aktion zu bewerben, damit im Vorfeld möglichst viele Interessenten von dieser Versteigerung wissen. Alles was ich als Antwort in einer E-Mail zurück bekam war: “Lieber Herr Büdinger, wir können keine Auktionen machen.” Das wars.
Heute ist Blog Action Day und ich habe lange überlegt, was ich als Künstler für eine Idee transportieren könnte. Seit langer Zeit beschäftigt sorgsame Menschen, das Klima und seine drastischen Veränderungen durch Raubbau an der Natur. Ich begann mich also speziell für den Regenwald zu interessieren, der als grüne Lunge der Erde täglich um viele Hektar durch Brandrodung reduziert wird.
Ich fand einen Artikel der “Neuen Rheinischen Zeitung” über Biodiesel. Der Grundstoff für dieses Biodiesel und diesen Artikel ist Palmöl, dessen Anbau in Indonesien eine kontinuierliche Zerstörung und Reduzierung von Lebensraum für viele bedrohte Arten hervorruft. Zitat NRHZ: “… Seit 1999 wurde die Plantagenfläche von drei auf weit über fünf Millionen Hektar ausgedehnt…”. Das sind zwei Millionen Hektar in 8 Jahren. Um einmal den bekannten Vergleich der Fußballfelder heranzuziehen: das sind 312500 Fußballfelder pro Jahr, die gerodet wurden.
Pervers dabei ist, dass nicht nur die Brandrodung der Wälder unglaubliche Mengen an CO2 produziert, sondern auch der spätere Abbau von Palmöl, das als Brennstoff her hält und erneut CO2 emittiert. Ganz zu schweigen, was die Rodung für Nebenwirkungen für die dortige Tierwelt mit sich bringt. Die ohnehin weltweit vom Aussterben bedrohten Orang Utan sind leidtragende dieses Wahnsinns. Mir gefriert dabei das Blut in den Adern.
Was ist eigentlich mit den Unternehmen, die sich vor nicht allzu langer Zeit für den Regenwald einsetzten. War alles nur ein Marketing-Gag? Ich war also am Wochenende auf der Website von Krombacher, wo man lediglich in den Pressearchiven von 2003 Informationen über die Marketingkampagne von damals erhält. Die Nachhaltigkeit dieser Kampagne ist also eher fragwürdig. Frei nach dem Motto “Tue Gutes und rede darüber” hat sich Krombacher sicherlich eine Pole-Position im Biermarkt gesichert. Na denn Prost. Was Herrn Jauch betrifft, der diese Kampagne mit seinen Spots unterstützte kann ich leider nichts sagen, aber vielleicht kommt man seitens Krombacher, was die Wichtigkeit dieses Themas angeht wieder einmal zur Besinnung und tut etwas für unseren Lebensraum. Vielleicht nicht so platt wie damals, was ja bekanntlich zum Verbot dieser Werbung führte.
Unglücklicherweise steht am Ende dieser Kette der Mensch, der noch nicht verstanden hat, dass nach Ausrottung der bedrohten Arten, seine eigene Spezies nicht mehr weit vom Untergang ist.
Mein Entschluss für den heutigen Tag steht fest, ich werde eine Lanze für bedrohte Arten brechen und eine kleine Serie von Portraits von Primaten, wie dem Orang Utan beginnen. Ich möchte alle Menschen die diesen Artikel lesen aufrufen, sich für eines der Regenwald Projekte der u.a. Links zu engagieren und für die Rettung unseres Klimas und unseres Lebensraums Erde beizutragen.
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