… ist das was ich dachte, als ich den Beitrag von Gerald Pechoc zum Thema Ist die Artothek der Tod für den Bilderverkauf? las. Wie kann es sein, dass eine Artothek Pro Bild und Monat 2,50 Euro einschließlich Versicherungsgebühr anbietet? Mit einem Budget von 25 Euro könnte man sich 10 Originalgrafiken pro Monat ins Haus hängen, ohne dass es jemandem mit mittleren Einkommen besonders weh täte. Wie soll jemand, der ausschließlich von der Kunst lebt, jemals ein Bild an den/die Mann/Frau bringen?
Die eindeutig besser verdienenden Menschen in Österreich und Deutschland würden sich wohl kaum ein Bild eines unbekannten Künstlers kaufen, während die Mitte nun ein Angebot bekommt, das den unbekannten Künstlern völlig den Garaus macht. Selbst die unter uns, die Bilder zur Miete anbieten, haben kaum noch die Chance, diese bei solchen Dumpingpreisen los zu werden.
Ich habe die glückliche Situation, die Kunst im Nebenberuf auszuüben und meinen Lebensunterhalt woanders zu verdienen. Aber auch ich versuche mit Ideen und Anstrengungen eine gewisse Bestätigung für mein Tun zu bekommen. Leider im letzten Jahr recht erfolglos. Daher möchte ich mit diesem Beitrag gerne eine Lanze für die brechen, die den Mut aufbringen, ihren Lebensunterhalt alleine mit der Kunst zu bestreiten.
Wer regelmäßig mehr über Gerald Pechoc wissen möchte, kann seinem Twitterprofil @kreativnix folgen.
Verwandte Artikel: Bis zu 30 Gemälde pro Tag und 30 Cent pro Bild?
Es war wirklich beängstigend, als ich diesen Artikel bei Spiegel.de fand. Ein Artikel von Martin Paetsch berichtet über das Massenkopieren von alten Meistern und das Herstellen von Auftragsgemälden zu Dumpingpreisen im Künstlerdorf Dafen im Süden Chinas.
Die Künstler und Kopisten im Künstlerdorf kopieren bis zu 30 Bilder am Tag und erhalten 30 Cent für jedes fertiggestellte Bild. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Mittlerweile gibt es, nicht nur im Internet, einige Anbieter, die zum Teil offen damit umgehen, dass sie Wunschgemälde in China herstellen lassen. Wir lassen Ihr Wunschbild zu erschwinglichen Preisen malen, so preisen Anbieter solcher Bilder oft ihre Auftragsmalerei an. Was ich daran wirklich verwerflich finde ist nicht einmal, dass “Arbeiter” in China zu Dumpinglöhnen Bilder malen, sondern dass mit der Erschwinglichkeit eines Bildes argumentiert wird. Die Preisspannen dieser Bilder, sind durchaus im Bereich gängiger Angebote weniger bekannter, aber durchaus talentierter einheimischer Künstler, die über einen Auftrag durchaus froh wären. Der Maler in China sieht vom Geld des Erwerbs nur eine marginale Summe. Sein Arbeitgeber verdient an diesen Gemälden für chinesische Verhältnisse immerhin Geld, aber diejenigen die sich an diesen Aufträgen wirklich bereichern sind die Shops und Anbieter hierzulande, die für ein Bild vielleicht 10% von dem ausgeben, was sie dem Auftraggeber abknöpfen.
Ich möchte an dieser Stelle gerne einige Empfehlung an alle aussprechen, die in Erwägung ziehen ein Gemälde zu beauftragen, dass nicht die Welt kosten soll: