Hier ein Bild aus der Kategorie Raritäten aus der Vergangenheit. Der ursprüngliche Titel der Arbeit war Die Erleuchtung.
Die Arbeit ist ein gutes Beispiel für meine beiden Leidenschaften Kunst und IT. Im Rahmen eines Kunstwettbewerbes Anfang 2008 entstand diese Arbeit inspiriert durch einen Fachartikel für Softwareentwicklung in PHP. Der Wettwerb selbst drehte sich um das Thema Energie. Zuerst entstand das Motiv der Glühbirne. Sie steht für Energie in Form von Licht und Wärme. Allerdings war mir damals noch nicht klar, wie ich das Motiv umsetzen wollte. Der besagte Fachartikel behandelte das Thema Fotomosaiken. Ab da war klar, wie diese Glühbirne entstehen sollte. Eine Lichtquelle, die sich aus hunderten kleiner anderer Energiequellen speisen sollte.
Eine unglaubliche Arbeit war es, genügend Bilder für das Mosaik zu finden. Da ich ein und dasselbe Bilde nicht gerne mehrfach einsetzen wollte, musste ich genügend Bilder recherchieren, die unter der Creative Commons Lizenz verfügbar waren. Hinzu kamen noch einige Ausflüge, bei denen ich Fotos machte. Aber selbst die reichten nicht aus, um die verschiedenen Schattierungen abzubilden. Also musste ich ein Bild in fünf Bilder zu zerlegen. Alle Sonnen-, Blitz-, Kuhdung- und sonstige Energiequellenbilder mussten geschickt zerlegt werden, um die Glühbirne ausreichend darstellen zu können.
Ich begann also zwei Programme zu schreiben. Eines, das die Bilder auf einheitliche Formate rechnet, in fünf Ausschnitte zerlegt und den mittleren Farbwert ermittelt. Ein weiteres, das die Glühbirne in ein Raster aufteilt, je Rasterrechteck die mittleren Farbwerte berechnet und eines der zuvor erzeugten Mosaikbildchen mit passendem Farbwert zuordnet. Nach einiger Rechenzeit und etlichen Durchgängen, mussten immer wieder zusätliche Bilder nachrecherchiert und ergänzt werden, bis das Ergebnis meiner Vorstellung entsprach. Danach ließ ich das Ergebnis noch auf eine große Leinwand drucken.
Ein wunderbares Fundstück im Netz. Der Fotograf Phillip Toledano hat seinen 98jährigen Vater mit dem Fotoapparat bis zu seinem Tod begleitet und Bilder seiner Zuneigung und Liebe zu ihm festgehalten. Demnächst veröffentlicht er einen Bildband. Eine Vorabversion ist als Days with my father im WWW verfügbar.
Diese Fotoserie zeigt sehr intime Bilder, über deren Veröffentlichung ich sehr nachdenken würde, wenn es sich hier um meinen Vater handelte. Um so mehr berühren die Fotografien. Sie rufen sehr deutlich in Erinnerung, dass Alter und Tod jeden begleiten. Sie zeigen auch das reale Gesicht des Alterns, wie vergänglich Schönheit ist und dass sich die Fragestellungen des Alltags deutlich ändern.
Gefunden habe ich das ganze bei Ein letzter Brief.
Ich bin dankbar für mein Leben und die Zeit und Erinnerungen, die ich mit Menschen geteilt habe, die sich vor mir aus dem Leben verabschiedet haben und hoffe noch wunderbare Stunden mit den Menschen zu verbringen, die mir nahe stehen und die ich liebe.