Thomas Büdinger


Freie Malerei und Auftragsmalerei

Wenn ich bei mir Kunde wäre

Donnerstag, 18. Februar 2010 von t.buedinger

Neulich kam mir der Gedanke: “Was würde ich von mir erwarten, wenn ich bei mir Kunde wäre?” Eigentlich banal und selbstverständlich. Man ist doch selbst jeden Tag Kunde in einem Supermarkt, bei einem Handwerker oder beim Bäcker. Und es ist auch völlig klar, was ich dort erwarte, oder? Ich möchte zuvorkommend, ehrlich und freundlich behandelt werden. Möchte unterstützt werden, wenn ich etwas nicht finde oder man mich dahingehend berät, das geeignete Produkt oder die geeignete Dienstleistung für meinen Verwendungszweck zu finden. Das setze ich einfach voraus.

All zu oft ist man dann enttäuscht, wenn schon das “kleine Einmaleins” versagt. Die Frau an der Kasse schaut grimmig drein und antwortet nur, wenn sie muss. Der Herr an der Wursttheke antwortet mehrfach: “Haben wir nicht.” Der Herr in der Werkstatt macht keine Diagnose und versucht mir Ersatzteile und Dienstleistungen anzudrehen, die ich nicht benötige. Meine Konsequenz bei fehlendem “kleinen Einmaleins” ist, dass ich dort schlicht nicht mehr hingehe.

Kommen wir zum “großen Einmaleins”. Zum “großen Einmaleins” gehört für mich recht abstrakt guter Kundenservice oder Kundendienst. Um den Kundenservice zu verbessern muss ich als Verkäufer oder Dienstleister in die Rolle des Kunden schlüpfen. Also überlege ich mir, was für mich erfüllt sein muss, damit ich mich mit dem Kundendienst wohl fühle. Da beginnt aber schon die Divergenz zwischen dem was ich implizit erwarte und was implizit angeboten wird. Rufe ich zum Beispiel bei einer Beschwerdehotline an, erwarte ich eine sehr gute Behandlung, denn ich bin ohnehin schon sauer, und obendrein muss eine akzeptable Lösung parat sein, damit mein Problem gelöst wird. Oft bekommt man an solchen Hotlines dann etwas völlig anderes. Ich bekomme eine weitere Telefonnummer, wo ich anrufen soll. Man ist sehr nett zu mir, kann mir aber keine Lösung anbieten. Man ist sehr unverbindlich zu mir, ich stelle aber eine Woche später fest, man hat eine Lösung für mich gefunden, aber sie mir nicht mitgeteilt. Ich bin also, egal in welcher der o.g. Konstellationen latent unzufrieden. Alleine beim Schreiben dieses Beitrags, fallen mir ad hoc 10 Situationen ein, mit denen ich in den vergangenen drei Monaten auf diese Weise unzufrieden war. (weiterlesen…)

Ausstellung “Blockade”

Dienstag, 09. Februar 2010 von t.buedinger

In Zusammenarbeit mit dem Hochtaunuskreis und der Stadt Bad Homburg, findet in der Galerie Artlantis und im Gotischen Haus in Bad Homburg die Ausstellung “Blockade” statt. Schülerinnen und Schüler aus 15 weiterführenden Schulen des Hochtaunuskreises stellen Ihre Arbeiten zu diesem Thema vor.

Eröffnet wird die Ausstellung von Landrat Ulrich Krebs in der Galerie Artlantis am Freitag, 12. Februar, 20:00 Uhr.

Galerie Artlantis, Tannenwaldweg 6, Bad-Homburg-Dornholzhausen
Gotisches Haus, Gotische Allee 1, Bad Homburg-Dornholzhausen
13. – 28. Februar 2010
Di, Do, Fr, Sa 14:00 – 17:00 Uhr
Mi 14:00 – 19:00 Uhr
So 12:00 – 18:00 Uhr

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small | world | ART | project

Montag, 01. Februar 2010 von t.buedinger

Mittlerweile dürfte sich herumgesprochen haben, dass ich ein besonderes Faible für Postkarten habe. Ich finde, sie sind ein Medium, das in Zeiten von Social-Media eine wunderbare Möglichkeit bietet, mit einem Medienbruch seine Kontakte in diesen Netzwerken zu überraschen.

Die Postkarte hat zudem eine völlig andere Rolle übernommen. Früher verschickte man Ansichtskarten. Doch im Zeitalter von Smartphones, wo mal schnell eine MMS oder E-Mail verschickt oder ein Bild bei Flickr hochgeladen ist, hat die Postkarte eher wieder einen Hauch des Ungewöhnlichen.

Begeistert von Postkartenprojekten, saß ich Mitte Januar am Rechner, um einige Google Alerts zu diesem Thema aufzuarbeiten, dabei stieß ich auf das small | world | ART | project. Das Projekt beruht auf dem von Stanley Milgram geprägten Kleine-Welt-Phänomen. Es geht um den Nachweis, dass jeder jeden über sechs Kontakte kennt. Im small | world | ART | project von Helene A. Schlöglmann und Christoph X. Musik soll jetzt spielerisch nachvollzogen werden, was Milgram 1967 herausfand.

Wer und wie man teilnehmen kann, erfährt man detailliert im Konzept des Projekts.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte kann auch Mitglied der Facebook Gruppe small | world | ART | project werden. Zurzeit hat die Gruppe 345 Mitglieder.

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