Es war wirklich beängstigend, als ich diesen Artikel bei Spiegel.de fand. Ein Artikel von Martin Paetsch berichtet über das Massenkopieren von alten Meistern und das Herstellen von Auftragsgemälden zu Dumpingpreisen im Künstlerdorf Dafen im Süden Chinas.
Die Künstler und Kopisten im Künstlerdorf kopieren bis zu 30 Bilder am Tag und erhalten 30 Cent für jedes fertiggestellte Bild. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Mittlerweile gibt es, nicht nur im Internet, einige Anbieter, die zum Teil offen damit umgehen, dass sie Wunschgemälde in China herstellen lassen. Wir lassen Ihr Wunschbild zu erschwinglichen Preisen malen, so preisen Anbieter solcher Bilder oft ihre Auftragsmalerei an. Was ich daran wirklich verwerflich finde ist nicht einmal, dass “Arbeiter” in China zu Dumpinglöhnen Bilder malen, sondern dass mit der Erschwinglichkeit eines Bildes argumentiert wird. Die Preisspannen dieser Bilder, sind durchaus im Bereich gängiger Angebote weniger bekannter, aber durchaus talentierter einheimischer Künstler, die über einen Auftrag durchaus froh wären. Der Maler in China sieht vom Geld des Erwerbs nur eine marginale Summe. Sein Arbeitgeber verdient an diesen Gemälden für chinesische Verhältnisse immerhin Geld, aber diejenigen die sich an diesen Aufträgen wirklich bereichern sind die Shops und Anbieter hierzulande, die für ein Bild vielleicht 10% von dem ausgeben, was sie dem Auftraggeber abknöpfen.
Ich möchte an dieser Stelle gerne einige Empfehlung an alle aussprechen, die in Erwägung ziehen ein Gemälde zu beauftragen, dass nicht die Welt kosten soll: